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Taufsymbol Wasser


Wasser ist Symbol der Reinigung, jedoch ist die Taufe seit Ihren Anfängen eine bewusste rituelle Waschung.

Äußerliche (köperlicher) und innerliche (seelischer/psychischer/geistiger) Reinheit dient der notwendigen Vorbereitung für die Erlangung einer Würde.
Johannes der Täufer ist wohl einer der bekanntesten Tauf-Ritual-Spendern und auch ihm ging es um die Erlangung einer Würde. Es ist die Würde vor Gott zu treten, Ihm zu begegnen.
Die "Entschmutzung" bzw. "Entsündigung" durch die Taufe vollzieht sich nur als bewusster, freiwillig, gewollter Akt, die zweckmäßig das Vorhaben beinhaltet auch "Sauber" zu bleiben.

Beim letzten Abendmahl vollzieht Jesus selbst das beeindruckende im wahrsten Sinne "imprägnierende" Ritual der Fußwaschung, das zwar üblich war, aber als Aufgabe bislang nur dem damaligen "Bodenpersonal" angeordnet wurde. Damit erklärt Jesus nicht nur, dass der Größte, der Diener aller sein soll, er erhebt auch den Akt des Reinigens zu einem würdevollen Amt.
(Vielleicht kann uns das auch ein Impuls sein, Reinigungspersonal in Zukunft würdevoller anzusehen.)

Das unfaßbare Ritual der Fußwaschung Jesu, des Meisters an seinen Schülern, haben seine Jünger nicht verstanden, ließen es aber über sich ergehen. Petrus erregte es aber, und erzeugte in ihm einen Widerstand, bis Jesus die wundervollen Worte sprach: "Wenn ich dich nicht wasche, hast Du keinen Anteil an mir.".  ---  Über diese wichtige Aussage, wird leider rasch darübergelesen.
Auch Petrus antwortet ohne Jesus verstanden zu haben: "Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt". (Joh 13,8-9)

Dennoch führt uns seine Aussage zum heutigen Ritual der christlichen Taufe, bei der zeichenhaft der Priester - als ritueller Stellvertreter Jesu - das Haupt des Täuflings mit dem Weihwasser benetzt und zu verstehen gibt: Da ich Dich jetzt waschen darf, hast Du Anteil an mir.
Der Täufling hat mit diesem Dienst-Akt des Gemeindevorstehers nicht nur Würde erlangt, sondern die Mitgliedschaft - bzw. die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen, dieser Gemeinde aber auch aller anderen Christen, die sich als Kirche auch gern "Leib Christi" nennen.

Da Kleinkinder dieses Aufnahmeritual nicht bewusst und aus eigener Entscheidung treffen, sondern mehr oder weniger über sich ergehen lassen, tragen die Eltern mit der Verantwortung der Taufentscheidung auch das dazu gehörende Versprechen, dem Taufkind den Zugang zu Jesus und zur christlichen Gemeinde nicht nur zu ermöglichen, sondern auch die Begeisterung für Jesus und für das Christsein zu erwecken, und dies so gut wie möglich vorzuleben.

Wasser ist der Urbegriff für Anfang und Neuanfang: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Gott sprach: Es werde Licht..." (Gen 1,1-3). Faszinierend ist diese Parallelität zu Johannes dem Täufer, der da sagt: "Ich taufe Euch nur mit Wasser (zum Zeichen) der Umkehr, der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird Euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen". (Mk 3,11).
Wasser reicht für die menschliche "Komplett-Reinigung" nicht aus.

Es bedarf auch Gottes Geist, sein Licht , sein Feuer, das in uns brennen soll. Das Feuer der Begeisterung und der Liebe für Jesus und seine Frohbotschaft (Evangelium).
Der Täufer sah sich nicht würdig ihm die Schuhe auszuziehen, und Jesus schenkte ihm die Würde ihn zu taufen. Was für ein Geschenk! Jesus, der Sohn Gottes will Anteil haben an den Menschen. Er, der eins ist mit Gott-Vater, will eins werden mit uns.
Das ist sein ewiges Angebot: die Taufe verbindet uns, sie macht uns eins mit der Gemeinschaft derer die mit Gott eins sein wollen und mit Gott selbst. Was für ein Geschenk!

Wasser ist der Anfang allen Lebens hier auf Erden. Es ist auch der Anfang des menschlichen Lebens. Das Fruchtwasser nährt uns und lässt uns wachsen. Es umgibt uns und erhält uns am Leben auch nach der Geburt. Wir Menschen bestehen ja zu ca. zwei Drittel aus Wasser (ähnlich der Erdoberfläche). Wasser ist uns vertraut und weckt in uns den Bezug zu unserm Anfang. Was könnte uns mehr an den Anfang erinnern als Wasser?
Gott lässt uns jeden Tag neu anfangen und trotzdem ist die Entscheidung der Taufe, eine Entscheidung, die wir für unser Leben treffen wollen. Die Taufe ist richtungsweisend und das Ziel ist immer größeren bewussten und erfahrbaren Anteil an Jesus und Gott und an allem was Gott geschaffen und seine Natur hervorgebracht hat. Vollzogen wird dieser Anteil durch gelebte Liebe.

Taufwasser und Weihwasser
Wasser ist ein Zeichen für Leben, Reinigung und Erneuerung. Wasser symbolisiert das neue Leben, das jetzt beginnen und wachsen soll.
Das Wort "Taufe" kommt von "Tauchen". Das "Untertauchen" in das Wasser symbolisiert den Tod des "alten Menschen" und das Abwaschen der Schuld, der Täufling taucht als Wiedergeborener als "der neue Mensch" aus dem Wasser auf.

Der Zelebrant gießt dreimal Wasser über den Kopf des Täuflings und sagt dabei: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

im Namen des Vaters:
In der Liebe der Eltern erfährt das Kind Gott. Wie einem Vater, wie einer Mutter ist Gott das Leben des Kindes ein Anliegen. Der Mensch ist sein Geschöpf, das ihm wichtig ist, das er liebt, das er begleitet, dem er eine Verheißung mit auf den Weg gibt. Ziel dieses Lebens ist nicht der Tod und das Sterben, sondern ewiges Leben und Auferstehung. Was angst und bang macht in dieser Welt - mit Gott kann es durchgetragen und überwunden werden.

und des Sohnes:
Jesus Christus, der auferstandene Herr, hat seinen Jüngern den Auftrag zu taufen gegeben. Er lebte, litt und starb für die Menschen. Seine Auferstehung befreit zu neuem Leben. Wie alle Getauften ist das Kind eingeladen, in der Gemeinschaft mit Jesus Christus zu leben.

und des Heiligen Geistes:
„Lebendigmacher“ wird er genannt. Feuer und Sturm sind seine Zeichen; ein Geist, der neues Leben schafft. So können wir Gott unseren Vater nennen und leben in einer neuen „Lebens-Gemeinschaft“, in seiner Kirche als Söhne und Töchter. Der Geist Gottes will uns zusammenführen und stärken, ermutigen und den Weg zeigen.

Das Weihwasser, mit dem wir uns beim Betreten einer Kirche mit Kreuzzeichen benetzen, soll uns helfen uns an unsere Taufe zu erinnern, gleichzeitig findet durch dieses kleine Ritual eine Tauferneuerung statt, wenn wir dieses bewusst vollziehen. Unser Alltag zeigt uns, dass Reinigung kein einmaliger Lebensprozeß ist.
Deswegen bietet die Kirche auch das Sakrament der Beichte an. Auch hier geht es um die Befreiung von inneren "Schmutz", den wir durch achtlosen Lebensvollzug angesammelt haben.

Es ist guter Brauch, geweihtes Wasser von der Kirche mit nach Hause zu nehmen. Es erinnert an die Taufe. Dieses Zeichen göttlichen Lebens kann immer wieder in der Familie erneuert werden, wenn Mutter oder Vater ihrem Kind mit Weihwasser ein Kreuz auf die Stirn zeichnen. Die Erinnerung an die Taufe wird besonders geweckt, wenn die Eltern ihrem Kind beim Betreten und Verlassen der Kirche das Weihwasser selbst nehmen lassen.

Die Taufe ist ein Sakrament, das nicht "rückgängig" gemacht werden kann. Auch wer in späteren Jahren formal seinen Austritt aus der Kirche erklärt, bleibt dennoch getaufter Christ.